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15.10.2007 von Markus B.
Ausbildung zum / zur Erzieher/in
Interview am 15.10.07
mit Verena Witt, 24 Jahre, seit 4 Jahren Erzieherin
tr4u:Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Erzieher/in zu werden?
Man muss mindestens die Mittlere Reife haben. Dann muss man allerdings vor der Ausbildung als Erzieherin eine zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin machen. Hat man Abitur, kann man sofort die Erzieher/innenausbildung machen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildungszeit zum / zur Erzieher/in mit Realschulabschluss beträgt 5 Jahre (2 Jahre Sozialassistent/in, 3 Jahre die eigentliche Erzieher/innenausbildung).
Wie verläuft die Ausbildung (schulisch + praktisch)?
In der staatlichen Schule dauert die Ausbildung zur Sozialassistentin 2 Jahre. Im ersten Jahr hat man einen Praxistag pro Woche, im zweiten Jahr zwei. In der Katholischen Fachschule braucht man ebenfalls 2 Jahre. Dort macht man allerdings vier Praktika, jeweils fünf Wochen vor Weihnachten und den Sommerferien. In der Ausbildung zur Erzieherin geht man erst einmal zwei Jahre zur Schule und absolviert zwei Praktika à 6 Wochen. Im dritten Jahr macht man ein Berufspraktikum, zwischendurch hat man immer mal wieder Blockunterricht.
Was ist toll am Beruf der Erzieherin?
Es ist schön, dass man Kontakte zu den verschiedenen Menschen hat und sie auf ihrem Weg ins Leben begleiten darf. Durch die unterschiedlichen Charaktere der Kinder ist der Beruf ziemlich abwechslungsreich.
Was ist weniger toll?
Es ist eigentlich wie in vielen anderen Berufen: Aufgrund der unterschiedlichen individuellen Persönlichkeiten der Erzieherin hat jeder verschiedene Ansichten.
Wo haben Sie während der Ausbildung gearbeitet?
Ich habe zuerst einmal im Osburger Regelkindergarten ein Vorpraktikum absolviert. In der Erzieher/innenschule habe ich im ersten Jahr ein sechswöchiges Praktikum in Mertesdorf und im zweiten Jahr ebenfalls ein sechswöchiges Praktikum in Reinsfeld absolviert.
Wie sieht die berufliche Perspektive nach der Ausbildung aus?
Durch die wenigen Arbeitsplätze sollte man offen und flexibel für die verschiedenen möglichen Arbeitsbereiche für Erzieher/innen sein. Man kann alternativ zum Beispiel in Krippen, Kindertagesstätten (Kitas) und Kinderhorten eine Anstellung finden. Anders als in Kindergärten und -tagesstätten werden in Krippen Kinder im Alter von 8 Wochen bis 3 Jahre betreut. In Horten arbeitet man eher mit Schulkindern, die nach ihrem Unterricht dort betreut werden. Zudem hat man die Möglichkeit bspw. in Sonderschulen und Wohnheimen zu arbeiten.
Warum wollten Sie Erzieherin werden?
Da ich als Kind und Jugendlicher schon immer gerne mit anderen Menschen in Kontakt getreten bin und häufiger auf Babys und Kinder aufgepasst habe, war für mich klar, dass ich den Beruf der Erzieherin ausüben möchte.
Was denkt Ihre Familie/Freunde darüber, dass Sie Erzieherin sind?
Einige meiner Freunde denken, Erzieherin wäre ein absolut einfacher Job. Du spielst den ganzen Tag und trinkst Kaffee. Sie denken, dass es in diesem Beruf keinerlei Schwierigkeiten gibt, da man es nur mit Kindern zu tun hat. Dabei bedenken sie nicht, dass man während der Arbeitszeit die Erziehung der Kinder übernimmt, somit nur auf sie fixiert ist und auch eine große Verantwortung übernimmt.
Wie viel verdient man als Erzieher/in?
Der Verdienst fällt unterschiedlich aus, da dieser sich an den Richtlinien des jeweiligen Trägers orientiert. Viele sagen der Beruf ist unterbezahlt (es sei den man arbeitet in Luxemburg)
Wie sind Ihre Arbeitszeiten?
Ich beginne morgens um 6.45 Uhr. Mein Arbeitstag geht dann unterschiedlich lange, mal bis 14.30 Uhr, mal bis 15.15 Uhr und einmal auch bis 16.45 Uhr. Diese Arbeitszeiten gelten allerdings nur für mich, da jeder Kindergarten unterschiedliche Öffnungs- und somit auch Arbeitszeiten hat.
Vielen Dank für das Interview.
Interview: Sabrina Hoppmann
Vor- und Nachbereitung: Natascha Schuh, Daniela Böhm, Sonja Lamberty
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Dieser Artikel wurde von der BIMA-Medienwerkstatt verfasst. BIMA ist ein Projekt zu berufsspezifischen Inhalten mit medienpädagogischen Angeboten des Palais e.V. in Kooperation mit der ArGe Stadt Trier und dem Europäischen Sozialfonds.
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